<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906</id><updated>2011-04-21T13:01:40.924-07:00</updated><title type='text'>neulich gelesen</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>25</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-113152542889616438</id><published>2005-11-09T09:17:00.000-08:00</published><updated>2005-11-09T00:37:08.910-08:00</updated><title type='text'>"Lied vom Kindsein" - Gedicht</title><content type='html'>Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;ging es mit hängenden Armen,&lt;br /&gt;wollte der Bach sei ein Fluss,&lt;br /&gt;der Fluss ein Strom,&lt;br /&gt;und diese Pfütze das Meer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;wusste es nicht, dass es Kind war,&lt;br /&gt;alles war ihm beseelt,&lt;br /&gt;und alle Seelen waren eins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;hatte es von nichts eine Meinung,&lt;br /&gt;hatte keine Gewohnheit,&lt;br /&gt;sass oft im Schneidersitz,&lt;br /&gt;lief auf dem Strand,&lt;br /&gt;hatte einen Wirbel im Haar&lt;br /&gt;und machte kein Gesicht beim Fotografieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;war es die Zeit der folgenden Fragen:&lt;br /&gt;Warum bin ich ich und warum nicht du?&lt;br /&gt;Warum bin ich hier und warum nicht dort?&lt;br /&gt;Wann begann die Zeit und wo endet der Raum?&lt;br /&gt;Ist das Leben unter der Sonne nicht bloss ein Traum?&lt;br /&gt;Ist was ich sehe und höre und rieche&lt;br /&gt;nicht bloss der Schein einer Welt der Welt?&lt;br /&gt;Gibt es tatsächlich das Böse und Leute,&lt;br /&gt;die wirklich die Bösen sind?&lt;br /&gt;Wie kann es sein, dass ich, der ich bin,&lt;br /&gt;bevor ich wurde, nicht war,&lt;br /&gt;und dass einmal ich, der ich bin,&lt;br /&gt;nicht mehr der ich bin, sein werde?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;würgte es am Spinat, an den Erbsen, am Milchreis,&lt;br /&gt;und am gedünsteten Blumenkohl.&lt;br /&gt;und isst jetzt das alles&lt;br /&gt;und nicht nur zur Not.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;erwachte es einmal in einem fremden Bett&lt;br /&gt;und jetzt immer wieder,&lt;br /&gt;erschienen ihm viele Menschen schön&lt;br /&gt;und jetzt nur noch im Glücksfall,&lt;br /&gt;stellte es sich klar ein Paradies vor&lt;br /&gt;und kann es jetzt höchstens ahnen,&lt;br /&gt;konnte es sich Nichts nicht denken&lt;br /&gt;und schaudert heute davor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;spielte es mit Begeisterung&lt;br /&gt;und jetzt, so ganz bei der Sache wie damals, nur noch,&lt;br /&gt;wenn diese Sache seine Arbeit ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;genügten ihm als Nahrung Apfel, Brot,&lt;br /&gt;und so ist es immer noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;fielen ihm die Beeren wie nur Beeren in die Hand&lt;br /&gt;und jetzt immer noch,&lt;br /&gt;machten ihm die frischen Walnüsse eine rauhe Zunge&lt;br /&gt;und jetzt immer noch,&lt;br /&gt;hatte es auf jedem Berg&lt;br /&gt;die Sehnsucht nach dem immer höheren Berg,&lt;br /&gt;und in jeder Stadt&lt;br /&gt;die Sehnsucht nach der noch grösseren Stadt,&lt;br /&gt;und das ist immer noch so,&lt;br /&gt;griff im Wipfel eines Baums nach den Kirschen&lt;br /&gt;in einem Hochgefühl&lt;br /&gt;wie auch heute noch,&lt;br /&gt;eine Scheu vor jedem Fremden&lt;br /&gt;und hat sie immer noch,&lt;br /&gt;wartete es auf den ersten Schnee,&lt;br /&gt;und wartet so immer noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Kind Kind war,&lt;br /&gt;warf es einen Stock als Lanze gegen den Baum,&lt;br /&gt;und sie zittert da heute noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(von: Peter Handke in Wim Wenders Film"Der Himmel über Berlin")&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-113152542889616438?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/113152542889616438/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=113152542889616438&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/113152542889616438'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/113152542889616438'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/11/lied-vom-kindsein-gedicht.html' title='&quot;Lied vom Kindsein&quot; - Gedicht'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-112741557199720177</id><published>2005-09-22T11:45:00.000-07:00</published><updated>2005-09-22T12:50:09.540-07:00</updated><title type='text'>Verräterischer Ton</title><content type='html'>Pervez Musharraf weiss, wie eine Frau schnell reich werden und nach Kanada auswandern kann: Sie lässt sich vergewaltigen. Mit diesen Worten antwortete der pakistanische Staatsschef auf die Kritik amerikanischer Journalisten an den Menschenrechten in seinem Land. Die schnöde Bemerkung zielte auf alle seine Bürgerinnen, aber im Besonderen auf Shazia Khalid. Die Ärztin aus Baluchistan war vor einigen Monaten von einem Armeeoffizier vergewaltigt worden. Statt sich, wie sich das gehört, das Leben zu nehmen, ging sie an die Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;Um sie mundtot zu machen, zwang sie die Regierung, das Land zusammen mit ihrem Mann zu verlassen. In London beantragte sie Asyl für Kanada, das ihr bisher verweigert worden ist. Die pakistanischen Behörden hatten ihren Adoptivsohn zurückbehalten. Sie würden keine Garantie für seine Sicherheit übernehmen, sollte sie ihre Geschichte an die grosse Glocke hängen, hiess es. Sie tat es trotzdem, in der Hoffnung, dass die so geschaffene internationale Öffentlichkeit ihre Familie beschützen würde.&lt;br /&gt;Dies ist bisher auch geschehen. Zahlreiche Frauen- und Menschenrechtsgruppen im In- und Ausland haben an Musharraf geschrieben, endlich etwas zu unternehmen gegen die Tausende von Vergewaltigungen im Land, die meist in sozialer Ächtung, ehelicher Verstossung, Selbstmord oder im Gefängnis enden. Der Wutausbruch Musharafs lässt vermuten, dass die Kampagne nicht ohne Wirkung geblieben ist. Der Ton aber ist verräterisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;aus: NZZ vom 22. September 2005&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-112741557199720177?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/112741557199720177/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=112741557199720177&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/112741557199720177'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/112741557199720177'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/09/verrterischer-ton.html' title='Verräterischer Ton'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-112306983852345995</id><published>2005-08-03T04:43:00.000-07:00</published><updated>2005-08-03T04:50:38.526-07:00</updated><title type='text'>Klostergedanken 1</title><content type='html'>Ich liebe Klöster, ein unerklärlicher Drang treibt mich an diese von der Aussenwelt abgesonderten Orte, welche, das sei einmal angemerkt, die schönsten Flecken der Erde besiedeln.&lt;br /&gt;Ich liebe Klöster, weil dort die Zeit stillzustehen scheint, ich geniesse den morbiden Geruch, der ihre weitverzweigten Gebäude durchströmt, jene Mischung aus ewig vor sich hin muffelnden Folianten, feucht gewischten Gängen und verflüchtigtem Weihrauch. Vor allem lieb ich Klostergärten; sie werden meist vor der Öffentlichkeit verborgen, warum weiss ich nicht, zeigen doch gerade sie einen Blick ins Paradies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;aus: "sixtinische Verschwörung" von Philipp Vandenberg, Bergisch Gladbach 1988&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-112306983852345995?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/112306983852345995/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=112306983852345995&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/112306983852345995'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/112306983852345995'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/08/klostergedanken-1.html' title='Klostergedanken 1'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-111649127504345398</id><published>2005-05-19T00:42:00.000-07:00</published><updated>2005-05-19T01:27:55.050-07:00</updated><title type='text'>Freispruch für notorische Schwarzfahrerin</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Einzelrichter verlangt "taugliche Beweismittel"&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Eine Frau, die vermutlich seit Jahren öffentliche Verkehrsmittel benützt, ohne dafür zu zahlen, ist am Bezirksgericht Zürich freigesprochen worden. Der Richter macht fehlende Beweise geltend und verlangt, in strittigen Fällen die Kontrolleure zu befragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine 31-jährige Frau ist auf dem Stadtrichteramt als Stammkundin bekannt, weil sie angeblich seit Jahren immer wieder schwarzfährt - oder "einen Wagen einer öffentlichen Transportunternehmung ohne gültigen Fahrausweis benützt", wie es im Transportgesetz heisst. Gegen die Vorwürfe beziehungsweise gegen die ausgesprochenen Ordnungsbussen erhebt die Frau regelmässig Einsprache, mit dem Argument, sie sei bei der jeweiligen Fahrausweiskontrolle gar nicht anwesend gewesen. Bei der Person, die jeweils ihre Identitätskarte vorweise, müsse es sich um jemand anders handeln. Allein im vergangenen Januar kamen rund ein Dutzend Einsprachen der mutmasslichen Schwarzfahrerin in einem Sammelverfahren vor einen Einzelrichter des Bezirksgerichts Zürich. Es handelte sich um Fälle der SBB, der VBZ sowie der Forchbahn. Überraschend sind nun sämtliche Einsprachen der Frau gutgeheissen worden, wie das "Tagblatt der Stadt Zürich" in seiner gestrigen Ausgabe berichtete. Der Einzelrichter begründet den Freispruch mit dem Fehlen von tauglichen Beweismitteln und schlägt vor, die betreffenden Fahrausweis-Kontrolleure zwecks Identifizierung der Verdächtigen persönlich zu befragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie viel Aufwand für eine Busse?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bei der VBZ und den SBB zeigte man sich am Dienstag ebenso erstaunt über das Urteil wie beim Stadtrichteramt Zürich. Andreas Uhl, Mediensprecher bei der VBZ, sagte auf Anfrage, es sei bisher auch in strittigen Fällen nicht Usanz gewesen, die Kontrolleure für eine Zeugeneinvernahme aufzubieten. Basil Müller, der Chef des Stadtrichteramtes, stellt die Frage, wie viel Aufwand vertretbar sei, um eine einfache Übertretung hieb- und stichfest nachzuweisen. Bei allen andern Richtern habe das bisherige Vorgehen gereicht, er nehme aber zur Kenntnis, dass dies in diesem Fall offenbar anders sei. Eine Berufung gegen das Urteil, das bereits am 15. Februar gesprochen worden war, habe das Stadtrichteramt als zu aufwendig erachtet. Man habe sich vielmehr dafür entschieden, in einem allfälligen Wiederholungsfall wie verlangt vorzugehen, das heisst, die vom Einzelrichter gewünschte Befragung des Kontrolleurs vorzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die VBZ wollen die entsprechenden Lehren aus dem Freispruch ziehen. Sollte die als notorisch geltende Schwarzfahrerin ein nächstes Mal ohne gültigen Fahrausweis kontrolliert werden, will man ihre Identiät polizeilich feststellen lassen. So könne laut Mediensprecher Uhl entweder die Verdächtige überführt werden oder dann die Person, die seit Jahren die Identitätskarte missbräuchlich benützt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erzieherische Komponente des Richters&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der verantwortliche Einzelrichter Peter Budliger nahm am Dienstag Stellung  zum Freispruch, der auf den ersten Blick überrascht. In seinem Urteil schreibt, er, dass sich die Bussenverfügung des Stadtrichteramtes hauptsächlich auf den Strafantrag des jeweiligen Transportunternehmens stützte, also auf die SBB, die VBZ  oder die Forchbahn. "Dabei handelt es sich jedoch bloss um eine Behauptung des Anzeigeerstatters, nicht jedoch um ein Beweismittel", heisst es wörtlich im Urteil. Auf Anfrage ergänzte Einzelrichter Budliger, mit dem Freispruch habe er auch ein Zeichen setzen wollen. Bereits vor etwa einem Jahr habe er eine Einsprache derselben Frau und in derselben Angelegenheit an das Stadtrichteramt Zürich zur Ergänzung der Untersuchung zurückgewiesen. Konkret habe er damals verlangt, dass die Fahrausweis-Kontrolleure - die inzwischen Kundenberater heissen - nachträglich einvernommen werden, um die bestrittene Identität der angeschuldigten Frau zu bezeugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies sei damals vom Stadrichteramt antragsgemäss nachgeholt worden. Wie der Einzelrichter versichert, hätte er die Aussagen der Kontrolleure als Beweismittel akzeptiert. Weil die Beschuldigte aber nicht zur Hauptverhandlung erschien, galt dies als Rückzug ihrer Einsprache, und sie wurde auf diesem Weg rechtskräftig wegen Schwarzfahrens zu einer Busse von 200 Franken verurteilt. Als rund ein Jahr später erneut ein Dutzend gleich gelagerter Fälle beim selben Einzelrichter eingingen, vermisste er erneut die Zeugeneinvernahmen der Kontrolleure. Laut Aussage von Einzelrichter Budliger habe er in dieser Situation zwei Möglichkeiten gehabt: die rund ein Dutzend Einsprachen erneut zwecks Ergänzung der Untersuchung an das Stadtrichteramt zurückzuweisen - oder die Beschuldigte mangels Beweisen freizusprechen. Er leugne nicht, dass bei seinem Entscheid für die letztgenannte Variante auch eine erzieherische Komponente zuhanden des Stadtrichteramtes mitgespielt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und weil scheinbar einfache Sachverhalte oft kompliziert sein können, abschliessend die Ergänzung, dass es bei der obigen Schilderung um den strafrechtlichen Teil des Falles geht. Zivilrechtlich wurde die beschuldigte Frau von den Transportunternehmen bereits mehrfach wegen Schwarzfahrens rechtskräftig mit dem sogenannten Zuschlag von 80 Franken belangt. Die entsprechenen Rekurse waren vom Zürcher Stadtrat jeweils letztinstanzlich abgewiesen worden. Weil die Schwarzfahrerin aber als Sozialhilfebezügerin nicht zahlungsfähig ist, wurden nach deren Betreibung Schuldscheine ausgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus: NZZ vom 18. Mai 2005)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-111649127504345398?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/111649127504345398/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=111649127504345398&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111649127504345398'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111649127504345398'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/05/freispruch-fr-notorische.html' title='Freispruch für notorische Schwarzfahrerin'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-111597153965083062</id><published>2005-05-13T00:47:00.000-07:00</published><updated>2005-05-14T11:55:54.246-07:00</updated><title type='text'>Als die Moral in der Motta baden ging</title><content type='html'>In der Zwischenzeit war die 1923 eröffnete öffentliche Badeanstalt der Motta im Freiburger Neustadtquartier Gegenstand einer heftigen Auseinandersetzung über die Prinzipen der Moral, die für bestimmte Kreise durch das Baden in der Familie in Frage gestellt und zersetzt würden. War die Geschlechtertrennung während einiger Jahre durch eigene Badezeiten für Männer und Frauen garantiert, so wurde das Baden in der Familie in den 1930er Jahren immer beliebter. Zwischen 12 und 14 Uhr, später auch von 17 bis 20 Uhr konnten beide Geschlechter gemeinsam Badefreuden geniessen. Waren die kirchlichen Kreise dieser "Unmoral", die für sie "eine grosse Gefahr für alle, insbesondere für die Jugend" darstellte, seit jeher feindlich gesinnt, so kam es 1943 zu einem Eclat. "Schluss mit diesem Sich-gehen-lassen" forderte Chorherr François Charrière in einem "Die Auflehnung des Fleisches" betitelten Artikel in der "Liberté". Im Mai 1943 und im Juni 1944 gab der Gemeinderat dem Druck der konservativen Kreise nach und verbot das "Familienbad". Die Badegesellschaft erhob beim Bundesgericht Einsprache gegen den Beschluss und erhielt am 26. März 1945 Recht. Dennoch wurde das gemischte Bad erst im Dezember 1945 im Rahmen eines neuen Badereglements offiziell anerkannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(von: Laurence Perler Antille in "Pro Fribourg", Libre Sarine, 2005-I)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-111597153965083062?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/111597153965083062/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=111597153965083062&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111597153965083062'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111597153965083062'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/05/als-die-moral-in-der-motta-baden-ging.html' title='Als die Moral in der Motta baden ging'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-111588436598758389</id><published>2005-05-12T00:21:00.000-07:00</published><updated>2005-05-12T00:52:46.016-07:00</updated><title type='text'>Männerspielzeug</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Wagenrennen&lt;/strong&gt;: von den Römern (Vierspänner) kultivierte und auch heute noch von den Italienern (Ferrari) beherrschte Männersportart. &lt;strong&gt;Namhafte Schweizer Autofahrer&lt;/strong&gt;: Joseph Siffert (Lotus), Gianclaudio Guiseppe Regazzoni (Ferrari). &lt;strong&gt;Namhafte Schweizer Autobauer&lt;/strong&gt;: Peter Monteverdi (Binningen), Peter Sauber (Hinwil).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weshalb starren wir Männer, wenn wir über eine Brücke gehen, immer nur stur ins Wasser? Statt uns wie die Frauen die Umgebung, die schöne Landschaft anzusehen? Nun, wir tun das, weil wir im Innersten unseres Wesens immer noch auf Beute aus sind. Auch 4000 Jahre nach Ende der Jungsteinzeit wittert der Mann in allem, was vor seiner Nase kreucht und fleucht, zunächst das Jagdobjekt. Er sucht im Feld nicht den blühenden Mohn, sondern den Hasen, im Wald den Fuchs, im Wasser den Fisch...&lt;br /&gt;Mit diesem latenten Jagdtrieb lässt sich nicht nur so einiges am männlichen Sozial- und Sexualverhalten erklären, sondern genauso das geschlechtsspezifische Fahrverhalten: Der mannhafte Automobilist sieht im arglos vor ihm her tuckernden Mitmenschen immer auch den Rücken einer fliehenden Beute, die er am liebsten nach alter Väter Sitte abschiessen würde, wäre das inzwischen nicht doch ein wenige verpönt. In unserer modernen, vorwiegend urbanen und ergo verweichlichten Zivilisation ist der gutbürgerliche Blattschuss ja tabu. Entsprechend wird beim Autofahren zwar durchaus gejagt, getreiben und gehetzt, doch darf die Beute, sobald sie gestellt ist, eben nicht länger erlegt und auch nicht mehr ausgenommen werden; das vierrädrige Wild wird bloss fachgerecht ausgebremst, elegant überholt - und dann lässt man es weiter vor sich hin vegetieren...&lt;br /&gt;Grundsätzlich wird die motorisierte Menschenjagd heutzutage in drei Spielformen gepflegt: erstens in zivilen Strassenrennen, zweitens in professionellen Rundstrecken-Wettbewerben, drittens in Rallies auf freier Wildbahn. Während Rallies naturgemäss nur in entlegenen Gegenden wie Skandinavien, der Wüste Sahara oder dem Wallis in Frage kommen, sind zivile Strassenrennen besonders in vorstädtischen Ballungszentren oder modernen Industriewüsten wie dem schweizer Mittelland Brauch.&lt;br /&gt;In solchem Umfeld messen sich blutjunge Tempojäger, von deren Fahrausweisen noch die Tinte tropft, mit blutrünstigen Armaturen-Amateuren, die in ihren tiefgelegten und hochgetunten Fahrzeugen selbst Ambulanzen und Feuerwehrautos keine Chance lassen. Diese Strassenkämpfe werden spontan anberaumt, und es geht dabei nie um Geld, sondern bloss um Ehre, wenn auch unter Einsatz von Leib, Leben (und Lexus). Die Rennen finden in der Regel nachts und am Wochenende statt; die Schlussresultate kann der interessierte Sportfreund unter den "Vermischten Meldungen" nachlesen.&lt;br /&gt;Im Gegensatz zum klandestinen Treiben der Kleinbürger werden professionell ausgeschriebene Wagenrennen seit alters auf Rundstrecken ausgetragen; bei den Römern im Circus, bei den Griechen im Hippodrom. Der erste Schweizer Grand Prix allerdings ging, passend zum Jagdtrieb der "Herrenfahrer", im Unterholz über die Bühne. Der Parcours war laut dem Standardwerk "Das grosse Abc der Formel 1" in beängstigender Weise "komplett vom Wald umgeben"; ausserdem bestand er "hauptsächlich aus Kurven, die von einer kurzen, an den Boxen vorbeiführenden Geraden unterbrochen wurden" - eine Versuchsanlage, die immer zu schweren, mitunter tödlichen Unfällen führen musste.&lt;br /&gt;In jedem andern Land hätte die Regierung die störenden Bäume zum Wohle des Sports einfach fällen lassen. Unser Bundesrat hingegen beschloss 1955, jegliche Rundstreckenrennen auf Schweizer Boden bis auf weiteres zu verbieten. Und so sieht sich selbst unser weltberühmter Formel-1-Patron Peter Sauber, dessen Bekanntheitsgrad sogar jenen Roger Federers übertrifft, seit Jahr und Tag gezwungen, seine im Zürcher Oberland gebauten Qualtitätsautos ausschliesslich im Ausland auffahren zu lassen.&lt;br /&gt;Und aus dem gleichen Grund muss unsere benachteiligte Jugend das sportliche Autofahren immer mit einem Fuss im Gefängnis oder mit beiden Händen an der Playstation üben. Nicht zufällig heisst das hierzulande momentan meistverkaufte Computerspiel"Need for speed underground".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Richard Reich in NZZ Folio vom April 2005)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-111588436598758389?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/111588436598758389/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=111588436598758389&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111588436598758389'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111588436598758389'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/05/mnnerspielzeug.html' title='Männerspielzeug'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-111400751265625961</id><published>2005-04-20T07:16:00.000-07:00</published><updated>2005-04-20T07:31:52.656-07:00</updated><title type='text'>Treuebekenntnis der Bischofskonferenz</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Ratzinger ein guter Kenner der Schweiz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) freut sich über den neuen Papst Benedikt XVI. Sie versichert ihn ihrer Treue und ihres Gebets, wie die SBK am Dienstagabend mitteilte. Mit Joseph Ratzinger sei ein Kardinal gewählt worden, "der uns nahesteht", sagte SBK-Präsident Amédée Grab gegenüber Schweizer Radio DRS. "Er kennt unsere Fragen, unsere Probleme, unsere Freuden ganz genau."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für ihn seien Kategorien wie konservativ oder progressiv ohne grosse Bedeutung, sagte Grab weiter. Benedikt XVI. sei einfach "einer, der das Volk Gottes mit sicherer Hand führen soll und den Menschen nahestehen soll". Vom neuen Papst erwarte er, dass er die Menschen im Glauben unterstütze. Denn dies sei die Aufgabe, die Petrus am Ende des Johannes-Evangeliums von Christus übernommen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sie in ihrem Communiqué schreiben, bitten die Bischöfe Gott, dass die Wege zur Einheit die Christen noch weiter zusammenführen mögen "im Bekenntnis des gemeinsamen Glaubens an Jesus Christus und im Bewusstsein der gegenseitigen Bereicherung".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bundespräsident Samuel Schmid hat Papst Benedikt XVI. per Telegramm zur Wahl gratuliert und "ein fruchtbares Pontifikat" gewünscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus NZZ vom 20. April 2005)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-111400751265625961?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/111400751265625961/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=111400751265625961&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111400751265625961'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111400751265625961'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/04/treuebekenntnis-der-bischofskonferenz.html' title='Treuebekenntnis der Bischofskonferenz'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-111382713730166990</id><published>2005-04-18T14:12:00.000-07:00</published><updated>2005-04-18T05:25:37.303-07:00</updated><title type='text'>Schokoladentorte</title><content type='html'>250 g Mandeln - 50 g Zwieback oder Biscuitsresten&lt;br /&gt;120-150 g Schokolade, dunkel&lt;br /&gt;4 Essl. Wasser, 1/2 Teel. Nescafé&lt;br /&gt;120 - 150 g Butter (evtl. Nussa)&lt;br /&gt;5 - 6 Eigelb - 250 g Zucker&lt;br /&gt;5 - 7 Eiweiss (z. Schee)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vorbereiten&lt;/strong&gt;: Mandeln (ungeschälte) und Zwieback oder Biscuitsreste fein reiben. - Die Schokolade mit Wasser und Nescafé in einem Pfännchen an der Wärme (evtl. im Wasserbad) schmelzen und glatt rühren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;strong&gt;Die Form&lt;/strong&gt; am Boden exakt mit Papier belegen, gut bebuttern und bemehlen&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zubereiten &lt;/strong&gt;der &lt;strong&gt;Tortenmasse gerührt&lt;/strong&gt; nach &lt;strong&gt;Nr. 1337&lt;/strong&gt;, Abschn. &lt;strong&gt;1b&lt;/strong&gt; (Grundregel), d.h. zuerst die Butter weich rühren, dann nach und nach Eigelb und Zucker beigeben, und zusammen schaumig rühren (&lt;strong&gt;ca. 10 Min&lt;/strong&gt;.) Die vorbereiteten Zutaten abwechselnd mit dem gut steifen Eierschnee dazumischen. Sofort in die Form geben und glattstreichen. - &lt;strong&gt;Backen&lt;/strong&gt; in mässiger Hitze &lt;strong&gt;50 - 60 Min&lt;/strong&gt;. Prüfen mit Hölzchen od. Dressiernadel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Schokolade-Torten dürfen jedoch noch etwas feucht sein, sie halten sich einige Tage frisch&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Aus : Das Fülscher-Kochbuch, Elisabeth Fülscher; RN 1387; 13. Auflage, Cham 1995)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-111382713730166990?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/111382713730166990/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=111382713730166990&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111382713730166990'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111382713730166990'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/04/schokoladentorte.html' title='Schokoladentorte'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-111269292962573463</id><published>2005-04-05T02:11:00.000-07:00</published><updated>2005-04-05T02:22:09.626-07:00</updated><title type='text'>Frühlingsgefühle in Peking</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:trebuchet ms;color:#000000;"&gt;China erlaubt Hochzeiten unter Studenten&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Zum Frühlingsbeginn hat die chinesische Regierung den Studenten des Landes ein kleines Geschenk gemacht. Wie die Regierungszeitung "China Daily" dieser Tage meldete, dürfen die Studenten des Landes ab September heiraten. Bisher war es jungen Chinesen verboten, zu heiraten, solange sie an einer Universität eingeschrieben waren. Nur in Ausnahmefällen konnten sie um eine Heiratsgenehmigung der Universitätsleitung ansuchen. In den allermeisten Fällen aber mussten sie warten bis nach dem Studium. Studentinnen, die schwanger wurden, standen vor der Wahl, entweder ihr Studium abzubrechen oder abzutreiben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Die neue Eheregelung ist eine Anpassung an eine Realität, die nichts mehr mit der Prüderie der Mao-Jahre zu tun hat. Hatte noch Anfangs der achtziger Jahre ein schüchterner Kuss für den Universitätsverweis gereicht, so haben einige Universitäten in den letzten Jahren begonnen, Kondomautomaten aufzustellen - unter wütendem Protest der Eltern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Bereits vor einem Jahr hat China ein neues Eherecht eingeführt, nach dem Heiratswillige nicht mehr die Einwilligung ihres Parteisekretärs vorlegen müssen. Auch einige Universitäten lockerten daraufhin ihre Bestimmungen. Im Mai letzten Jahres löste die 23-jährige Studentin Wang Yang in der nordchinesischen Metropole Tianjin einen Medienrummel aus, als sie ihren - bereits diplomierten - Verlobten heiratete.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Ab September soll nun im ganzen Land gelten, was die Hochschule von Wang Yang in Eigenregie beschlossen hatte. Einzig das rechtliche Heiratsalter von 20 Jahren für Frauen und 22 Jahren für Männer beschränkt dann für viele Studenten noch die Einfahrt in den Hafen der Ehe. Ganz Wohl scheint der chinesischen Regierung bei diesem Schritt allerdings nicht zu sein. "Die Studenten sollten sehr umsichtig mit der Frage von Studium, Ehe und Familie umgehen. Sie haben schliesslich noch nicht die finanziellen Mittel für eine Ehe", kommentierte ein Beamter des Erziehungsministeriums den Schritt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;(aus NZZ vom 5.  April 2005)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-111269292962573463?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/111269292962573463/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=111269292962573463&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111269292962573463'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111269292962573463'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/04/frhlingsgefhle-in-peking.html' title='Frühlingsgefühle in Peking'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-111108618715303268</id><published>2005-03-17T10:54:00.000-08:00</published><updated>2005-03-17T11:03:07.156-08:00</updated><title type='text'>Die britische Post verkauft magische Briefmarken</title><content type='html'>Die britische Post hat magische Briefmarken in ihr Sortiment aufgenommen. Auf den Marken - es handelt sich um fünf verschiedene Typen - sind zum Teil optische Täuschungen dargestellt. Auf andern kann man durch Rubbeln Bilder hervorzaubern. Nach Angaben der Post wird damit das 100-jährige Bestehen des Magischen Zirkels gewürdigt, einer Gesellschaft von Zauberern aus London. Eine Sprecherin der Post sagte, es sei weltweit das erste Mal, dass Zauberer auf diese Weise gewürdigt würden. Dafür werde es auch einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;aus NZZ vom 17. März 2005&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-111108618715303268?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/111108618715303268/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=111108618715303268&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111108618715303268'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111108618715303268'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/03/die-britische-post-verkauft-magische.html' title='Die britische Post verkauft magische Briefmarken'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-111096506102664900</id><published>2005-03-16T01:19:00.000-08:00</published><updated>2005-03-16T01:24:21.026-08:00</updated><title type='text'>Jauche gegen Schweizer Jagdgegner in Frankreich</title><content type='html'>Unbekannte haben auf dem Escrinet-Pass in der französischen Region Ardèche ein Wohnmobil der Fondation Franz Weber über die zertrümmerte Dachluke mit Schweinejauche gefüllt. Die Stiftung des Schweizer Umweltschützers hat Jäger in Verdacht. Das Wohnmobil diente als Empfangs- und Informationszentrum für Vogelschützer. Webers Stiftung bekämpft die Jagd auf Zugvögel in der Ardèche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus NZZ vom 16. März 2005)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-111096506102664900?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/111096506102664900/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=111096506102664900&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111096506102664900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/111096506102664900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/03/jauche-gegen-schweizer-jagdgegner-in.html' title='Jauche gegen Schweizer Jagdgegner in Frankreich'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110962401280320347</id><published>2005-03-01T02:47:00.000-08:00</published><updated>2005-02-28T12:53:32.806-08:00</updated><title type='text'>Disziplinarmassnahmen</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Freiburger Schulgesetz:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Art. 42 Disziplinarmassnahmen&lt;br /&gt;1 Gegen den Schüler, der schuldhaft die gesetzlichen oder&lt;br /&gt;reglementarischen Bestimmungen verletzt, indem er insbesondere dem&lt;br /&gt;Unterricht fernbleibt, die Anordnung der Lehrer oder der Schulbehörden&lt;br /&gt;nicht befolgt oder den Unterricht stört, werden Disziplinarmassnahmen&lt;br /&gt;getroffen.&lt;br /&gt;2 Die Disziplinarmassnahmen müssen erzieherischen Charakter haben.&lt;br /&gt;Misshandlungen und Körperstrafen sind verboten.&lt;br /&gt;3 Die schwerste Disziplinarmassnahme ist, während der obligatorischen&lt;br /&gt;Schulzeit, der vorübergehende Ausschluss vom Unterricht und, während&lt;br /&gt;der verlängerten Schulzeit, der Ausschluss. Sie wird vom Schulinspektor&lt;br /&gt;ausgesprochen.&lt;br /&gt;4 Der Staatsrat erlässt Bestimmungen über die Massnahmen, die&lt;br /&gt;Zuständigkeit und das Verfahren in Disziplinarfragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freiburger Schulreglement&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;VII. Disziplinarmassnahmen (Art. 42 SchG)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Art. 66        Vorgängige erzieherische Massnahmen&lt;br /&gt;1 Im Falle eines Disziplinarverstosses trifft der Lehrer gegenüber dem Schüler geeignete erzieherische Massnahmen. Insbesondere kann er den Schüler zur Ordnung rufen, ihn ermutigen, ihm eine zusätzliche Arbeit auferlegen oder ihn ausserhalb der Schulzeit zurückbehalten.&lt;br /&gt;2 Ausser im Fall, da einzig die Note 1 erteilt wird, kann eine Disziplinarmassnahme nur getroffen werden, wenn diese erzieherischen Massnahmen keine genügende Wirkung gezeitigt haben oder zeitigen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Art. 67        Disziplinarmassnahmen&lt;br /&gt;1 Die Disziplinarmassnahmen sind die folgenden:&lt;br /&gt;a)    der Verweis;            &lt;br /&gt;b)   die Androhung des vorübergehenden Ausschlusses vom Unterricht;&lt;br /&gt;c)    der vorübergehende Ausschluss vom Unterricht bis zu zehn Schultagen;&lt;br /&gt;d)   und überdies während der verlängerten Schulzeit (Art. 34 SchG):&lt;br /&gt;       1. die Androhung des Ausschlusses;&lt;br /&gt;       2. der Ausschluss.&lt;br /&gt;2 Der Betrug kann auch die Note 1 zur Folge haben.&lt;br /&gt;3 Der vorübergehende Ausschluss vom Unterricht und der Ausschluss können ausser in einem schweren Fall nur verhängt werden, wenn vorher eine Androhung des vorübergehenden Ausschlusses vom Unterricht oder eine Androhung des Ausschlusses ergangen ist.&lt;br /&gt;4 Die Disziplinarmassnahmen können ausnahmsweise miteinander verbunden werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Art. 68        Bestimmung der Massnahme&lt;br /&gt;Die Art und die Zumessung der Massnahme werden unter Berücksichtigung des Verschuldens des Schülers, der Umstände des Falles und der Beeinträchtigung des guten Ganges der Schule bestimmt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110962401280320347?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110962401280320347/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110962401280320347&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110962401280320347'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110962401280320347'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/03/disziplinarmassnahmen.html' title='Disziplinarmassnahmen'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110953226069196528</id><published>2005-02-28T20:25:00.000-08:00</published><updated>2005-02-27T12:36:30.946-08:00</updated><title type='text'>Eisfischen am Oeschinensee</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Alaska liegt so nah: Eisfischen im Berner Oberland&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir glauben zu wissen, was kalt ist. Bis wir an jenem letzten Tag im Januar an den Oeschinensee fuhren. Es ist kurz nach halb zehn Uhr morgens, als wir uns in Decken hüllen, den Sessellift besteigen und mit dessen Hilfe die 482 Höhenmeter von Kandersteg nach Oeschinen erklimmen. Bitterkalt schlägt uns der Wind ins Gesicht, als wir aus der Bergstation treten, und wir beeilen uns, den zwanzigminütigen Fussmarsch zum See in Angriff zu nehmen. Unser Weg liegt noch im Schatten, die Bügel des Skilifts, dessen Trassee wir queren, sind leer. Tief verschneit stehen die Tannen, der Schnee knirscht unter unseren Füssen, die Luft ist klirrend kalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Inmitten stattlicher Berge&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann liegt er uns plötzlich zu Füssen, still, zugefroren und mit Schnee bedeckt, der Oeschinensee. Dieser Bergsee, der vor vielen tausend Jahren durch einen Bergsturz entstanden ist und dessen unterirdischen Abflüsse heute für die Strom- und Trinkwasserversorgung Kanderstegs genutzt werden. Der Oeschinensee, in einer Senke gelegen, umgeben von stattlichen Bergen wie der Wilden Frau, dem Blüemlisalphorn, Oeschinenhorn, Fründenhorn und Doldenhorn.&lt;br /&gt;Nun gehen wir auf Eis, einer Fläche von anderhalb Quadratkilometern, fünfzig bis sechzig Zentimeter dick. Hier und dort die Spur eines Hasens, eines Fuchses, eines Menschen. Mancherorts ein Kreis, in den Schnee gewischt, die Zeichen der Eisfischer. Unter dem Eis ist das Wasser bis zu fünfzig Meter tief, darin Fische: Regenbogenforellen, Seesaiblinge und kanadische Seeforellen. 12 000 Stück dieser Edelfische wurden im letzten Jahr ausgesetzt, mit Autos in die Bergwelt transportiert und in den See entlassen, eine Aufgabe der Fischzuchtanlage Kandersteg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sechs Edelfische und kein Stück mehr&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Da sitzt er, der erste Eisfischer, die Fellmütze tief ins Gesicht gezogen, die Angel im Eisloch. Jetzt greift er zu einem Küchensieb, rührt damit im Eisloch, 15 cm Durchmesser, schöpft Eisklumpfen ab. "Heute ist es sehr kalt" sagt Roger Gerber, "wohl gegen minus 18 Grad." Eine gute Stunde sei er schon hier, angebissen habe noch nichts. Sechs Fische hat Gerber zugut, denn eine Vorschrift verlangt, "den Fischfang nach Behändigen des sechsten Edelfisches einzustellen". Das wird auch ab und zu kontrolliert. Dann werden die Fischer von Aufsehern geheissen, ihre Beute offenzulegen.&lt;br /&gt;Dohlen kreisen über schroffen Felswänden, schreien in den blauen Winterhimmel. "Dort im hinteren Teil des Sees, heisst es vorsichtig sein", meint Roger Gerber, "dort gehen manchmal Lawinen nieder." Deshalb versucht er sein Glück lieber im vorderen Teil. Doch heute lässt das Glück auf sich warten. Die Fische sind offensichtlich anderswo. Roger Gerber, des Wartens müde, nimmt den Eisbohrer, stapft der Seemitte zu, schlägt den Bohrer ins Eis und beginnt an der grossen Kurbel zu drehen. Eisstaub wirbelt durch die Luft, es kracht und ächzt - eine harte Schicht, eine weichere, wieder eine harte. Gerber wischt sich den Schweiss von der Stirn: "Das ist die beste Methode, sich aufzuwärmen." Er klaubt Köder aus dem Rucksack, kleine, halbierte Fische aus dem Bielersee, den Fang eines anderen Tages, und befestigt sie an der Angel. Neues Loch, neues Glück. "Geduld ist gefragt", murmelt er, "aber diese Einsamkeit, dieses Einssein mit der Natur, ist ja schliesslich das Schöne am Fischen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mehr Fischer als Skifahrer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur an Wochenenden findet man sie nicht, die Einsamkeit. Da kommt es vor, dass der Bergsee von fünfzig bis sechzig Fischern bevölkert sei, "da hat es hier oben fast mehr Fischer als Skifahrer". Doch heute ist Montag, und nur eine Handvoll Fischer hat den Weg in die Eiszeit gefunden. Dazu zählt Kurt Huber. Er war einer der Ersten, die hier im Eis fischten, vor zehn Jahren schon, als diese Tätigkeit noch kaum bekannt war. Heute ist er pensioniert und fährt ein- bis zweimal die Woche zum Oeschinensee. Schon als Bub habe er gefischt, damals noch im Dorfbach, mit blossen Händen. Man habe jeweils gewettet, wer zuerst eine Forelle erwische. Natürlich habe man die Beute wieder freigelassen, keiner hätte den elterlichen Zorn auf sich ziehen wollen.&lt;br /&gt;Doch jetzt hat einer angebissen, einer, den er nicht freilassen muss. Eine kandadische Seeforelle, ein gutes Stück über dem Schonmass von 22 Zentimetern. Kurt Huber hebt die Angel an, zieht vorsichtig an der Schnur. Die Forelle windet sich, bäumt ihren glänzenden Körper auf, hofft, dem drohenden Unheil zu entkommen. Doch das Küchensieb setzt dem Hoffen ein jähes Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Futter für die Dohlen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später, als neben Hubers Eisloch noch eine weitere kanadische Seeforelle liegt, klappt der Fischer das Sackmesser auf, greift nach dem einen Fisch, sticht in dessen Unterleib und zieht die Klinge bis zum Kopf. Dann legt er ihn aufs Eis, trennt ihm den Kopf ab, wirft ihn weg, Futter für die Dohlen. Anschliessend klaubt er das Gedärme heraus, prüft, ob der Magen unversehrt blieb, nickt, erleichtert fast, denn nur so wird er damit die nächsten Fische anlocken können. Dann nimmt er den Fang, wickelt ihn in Stoff, dann in Plastic und steckt ihn in den Rucksack.&lt;br /&gt;Jetzt klettern ein paar Sonnenstrahlen über den Berggrat, lassen klamme Finger hoffen. Eine gute Stunde vermögen sie einen Teil des Sees zu bescheinen, etwas Wärme in die Welt des Eises zu senden, dann verschwinden sie wieder. So schnell wie sie gekommen sind. Kurt Huber schenkt sich einen Becher Tee ein, packt ein Sandwich aus, Lachs, selbst gefangen in Alaska.&lt;br /&gt;Auch neben Gerbers Eisloch liegen nun drei kanadische Seeforellen, tiefgefroren. Er wickelt sie in Plastic und verstaut sie im Rucksack. Ausnehmen, putzen und filetieren wird er sie zu Haus. Die Angel passt auch in den Rucksack, das Gepäck muss handlich sein. Denn abends, wenn die Dämmerung nicht mehr weit ist und sich die Füchse schon bald holen, was die Fischer liegen liessen, packen die Männer ihre Sachen, wärmen sich im Berggasthaus auf, setzen sich auf den Schlitten und gleiten dem Tal zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Eisfischer aus nah und fern&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das eisige Vergnügen findet inzwischen auch bei Gästen aus dem Ausland Anklang: bei den beiden Deutschen zum Beispiel, die frühmorgens aus der Nähe von Freiburg im Breisgau angereist kamen und sich nun in Ufernähe niedergelassen haben. Einst hätten sie in einer deutschen Anglerzeitung vom Eisfischen an diesem Bergseee gelesen, seither führen sie jedes Jahr einmal ins Berner Oberland, drei Stunden hin, drei Stunden zurück, alles an einem Tag. Denn "die Bergwelt ist herrlich, die Sorte der Seesaiblinge selten und die abschliessende Schlittenfahrt hinab ins Tal das Tüpfchen auf dem i". Die beiden werden erst im nächten Winter wiederkommen. Kurt Huber hingegen wird sein Glück in dieser Saison noch mehrmals versuchen, regelmässig, bis es Frühling wird. Denn im Eis gefischt wird am Oeschinensee bis Mitte März. In den letzten Märzwochen, dann, wenn die Sonne wieder kräftiger scheint, öfter auch einmal hemdsärmlig. Welch eine Vorstellung! Auf dem See sitzen und sich von der Sonne wärmen lassen. Wie weit entfernt wir davon doch sind!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(von Regula Tanner in NZZ vom 24. Februar 2005)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Weitere Informationen: Kandersteg Tourismus, Telefon 033 675 80 80 oder über Internet: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.kandersteg.ch"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;www.kandersteg.ch&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; und &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.oeschinensee.ch"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;www.oeschinensee.ch&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; . Tagespatente für Eisfischer sind zu beziehen im Restaurant Bärgstübli, Oeschinen, Telefon: 033 675 11 66&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110953226069196528?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110953226069196528/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110953226069196528&amp;isPopup=true' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110953226069196528'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110953226069196528'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/eisfischen-am-oeschinensee.html' title='Eisfischen am Oeschinensee'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110891835770261304</id><published>2005-02-20T08:21:00.000-08:00</published><updated>2005-02-20T08:52:37.703-08:00</updated><title type='text'>Querschnitt durch die Basler Schnitzelbänke 2005  (Ausschnitt)</title><content type='html'>Dr Papscht isch scho zitterig, aber stäärbe derf är nit&lt;br /&gt;Wills denn jo e Waal fir dr Nochfolger git&lt;br /&gt;Isch ain gwäält, kunnt e Räuchli uss em Petersdom&lt;br /&gt;Aber Rauche isch syt neischtem verbotte in Room&lt;br /&gt;(Schnäggedysse)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;E baar Milliöönli sin nimm doo&lt;br /&gt;Das Gäld isch halt irgendwie abhande koo&lt;br /&gt;Mir froogen is, wieso der Behring ins Gfängnis goot?&lt;br /&gt;Anderi sitze doch au no im - Swiss Verwaltigsroot!&lt;br /&gt;(die Haiggle)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dr Tutanchamun het vyyl Gäld noch Baasel gloggt&lt;br /&gt;Het s Fluggi haim gnoo, ooni dass en epper frogt.&lt;br /&gt;Är hoggt uff d Schnurre, sitzt mit Bänder gfesslet doot im Sarkophaag&lt;br /&gt;Dasch en Ussländer, wie-n-en dr Blocher maag.&lt;br /&gt;(Dootebainli)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ych ha das Kunschtwärgg schnäll begriffe:&lt;br /&gt;zmittst in Paris an Blocher schiffe!&lt;br /&gt;Und trotzäm find ychs birrewaich -&lt;br /&gt;dä isch doch immun - geege jeede Saich!&lt;br /&gt;(d Filzluss)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;S hänn unseri "Wätter - Maitli"sacht&lt;br /&gt;im Färnseeh wirgglig Fortschritt gmacht.&lt;br /&gt;Si dien sich nämmlig oohni Bschisse,&lt;br /&gt;sich jetzt bim Staggele nimmi bisse!&lt;br /&gt;(Wäschpi)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sin Si allergisch uf  d SVP&lt;br /&gt;und nämme wäge däm Kamilletee?&lt;br /&gt;Trinke Sie Rhywasser, das macht Sinn:&lt;br /&gt;S het Anidepressiva drin.&lt;br /&gt;Diagnose: Vo dr SVP git's sone Huffe,&lt;br /&gt;                   do muesch dr ganzi Rhy ussuffe.&lt;br /&gt;(Doggter FMH)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie me sym Maitli nur "Tsumani" saage kaa&lt;br /&gt;Mir finde s zwoor nit schlimmer als "Angelika"&lt;br /&gt;Sy kind noch Katastrooffe z dauffe isch bi uns kai Neiikait&lt;br /&gt;Wil me z Baasel alle Glaine "Bush-i" sait.&lt;br /&gt;(Dootebainli)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus: NZZ, Zürich, 19. Februar 2005)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110891835770261304?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110891835770261304/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110891835770261304&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110891835770261304'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110891835770261304'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/querschnitt-durch-die-basler.html' title='Querschnitt durch die Basler Schnitzelbänke 2005  (Ausschnitt)'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110871391647855491</id><published>2005-02-17T23:40:00.000-08:00</published><updated>2005-02-18T00:05:16.483-08:00</updated><title type='text'>Seldwyla in der Pizzeria</title><content type='html'>DerBundesrat hat doch noch ein Herz. Ab Sommer darf der Schweizer wieder mit einer Pizza ins Bett,auch wenn es bereits zwölf geschlagen hat. Damit wird ein Entscheid des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) und der Rekurskommission des Volkswirtschaftsdepartements umgestossen. Die beiden Instanzen, deren Wirken eingentlich dem Wohl von Wirtschaft und Arbeitsplatzen dienen sollte,hatten nämlich befunden, dass Pizzakuriere werktags nur noch bis Mitternacht und am Wochenende bis ein Uhr ausschwärmen dürfen. Weitere (freiwillige) Nachtarbeit wurde ihnen untersagt, weil man in den Berner Amtsstuben der Auffassung war, dass nach der Geisterstunde kein Konsumbedürfnis nach Pizze mehr bestehe. Zudem hatten die Gesetzeswächter entdeckt, dass Pizze keine tägliche notwendige und unentbehrliche Ware sind. Im Konsumbedürfnis hatten sich die Stubengelehrten allerdings böse geirrt. Wegen der neuen Prohibitionspolitik brach bei den einschlägigen Pizzabäckern der Umsatz ein, und Dutzende von Pizzakuriere verloren ihren Job.&lt;br /&gt;Der Aufschrei auf das Verbot nächtlicher Pizze ist bis ins Bundeshaus gedrungen. In seiner Antwort auf eine Anfrage des Zürcher FDP - Nationalrats Filippo Leutenegger räumt der Bundesrat nun ein, dass offensichtlich "Bedürfnisse im Bereich der Hauslieferungsdienste von Fertigspeisen existieren". Das heutige Recht trage diesen Bedürfnissen nicht genügend Rechnung, weshalb eine Änderung der Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz vorbereitet werde. Damit sollen Hauslieferunsdienste als Gastbetriebe anerkannt werden,auch wenn die verkauften Speisen und Getränke nicht wie vorgeschrieben &lt;em&gt;an Ort und Stelle&lt;/em&gt;, sondern beim Kunden zu Hause konsumiert werden. Damit wären die Pizzakuriere von der Pflicht, für Nacht- und Sonntagsarbeit eine Bewilligung einzuholen, befreit, und die Welt wäre eigentlich wieder in Ordnung. Pizzaboten dürfen also nach einem mehrmonatigen Time-out bald wieder ungebremst ausschwärmen, und Schlaflose dürfen noch in eine Pizza beissen, wenn im Bundeshaus schon wieder die Stempeluhr aktiviert wird. Gewisse Befürchtungen gibt es dennoch. Es könnte plötzlich das Bundesamt für Gesundheit Morgenluft wittern und eine neue Kampagne lancieren: gegen die gesundheitsschädliche Wirkung der Pizza im Allgemeinen und der nächtlichen im Speziellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus: NZZ, Zürich, 17. Februar 2005)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110871391647855491?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110871391647855491/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110871391647855491&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110871391647855491'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110871391647855491'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/seldwyla-in-der-pizzeria.html' title='Seldwyla in der Pizzeria'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110855067040815967</id><published>2005-02-16T11:57:00.000-08:00</published><updated>2005-02-16T02:44:30.410-08:00</updated><title type='text'>Fragebogen</title><content type='html'>I.&lt;br /&gt;Sind Sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts, wenn Sie und alle Ihre Bekannten nicht mehr sind, wirklich interessiert?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2.&lt;br /&gt;Warum? Stichworte genügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3.&lt;br /&gt;Wieviele Kinder von Ihnen sind nicht zur Welt gekommen durch Ihren Willen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4.&lt;br /&gt;Wem wären Sie lieber nicht begegnet?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5.&lt;br /&gt;Wissen Sie sich einer Person gegenüber, die nicht davon zu wissen braucht, Ihrerseits im Unrecht und hassen Sie eher sich selbst oder die Person dafür?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6.&lt;br /&gt;Möchten sie das absolute Gedächtnis?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7.&lt;br /&gt;Wie heisst der Politiker, dessen Tod durch Krankheit, Verkehrsunfall usw. Sie mit Hoffnung erfüllen könnte? Oder halten Sie keinen für unersetzbar?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8.&lt;br /&gt;Wen, der tot ist, möchten Sie wiedersehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9.&lt;br /&gt;Wen hingegen nicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10.&lt;br /&gt;Hätten Sie lieber einer andern Nation (Kultur) angehört und welcher?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11.&lt;br /&gt;Wie alt möchten Sie werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12.&lt;br /&gt;Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen gegen den Widerspruch der Mehrheit? Ja oder nein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13.&lt;br /&gt;Warum nicht, wenn es Ihnen richtig scheint?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14.&lt;br /&gt;Hassen Sie leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person und hassen Sie lieber allein oder in einem Kollektiv?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15.&lt;br /&gt;Wann haben Sie aufgehört zu meinen, dass Sie klüger werden, oder meinen Sie's noch? Angabe des Alters.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16.&lt;br /&gt;Überzeugt Sie Ihre Selbstkritik?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17.&lt;br /&gt;Was, meinen Sie, nimmt man Ihnen übel und was nehmen Sie sich selber übel, und wenn es nicht dieselbe Sache ist: wofür bitten Sie eher um Verzeihung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18.&lt;br /&gt;Wenn Sie sich beiläufig verstellen, Sie wären nicht geboren worden: beunruhigt Sie diese Vorstellung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19.&lt;br /&gt;Wenn Sie an Verstorbene denken: wünschen Sie, dass der Verstorbene zu Ihnen spricht, oder möchten Sie lieber dem Verstorbenen noch etwas sagen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;20.&lt;br /&gt;Lieben Sie jemand?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21.&lt;br /&gt;Und woraus schliessen Sie das?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22.&lt;br /&gt;Gesetzt den Fall, Sie haben nie einen Menschen umgebracht: wie erklären Sie es sich, dass es dazu nie gekommen ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;23.&lt;br /&gt;Was fehlt Ihnen zum Glück?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;24.&lt;br /&gt;Wofür sind Sie dankbar?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;25.&lt;br /&gt;Möchten Sie lieber gestorben sein oder noch eine Zeit leben als ein gesundes Tier? Und als welches?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus: "Max Frisch Tagebuch 1966 - 1971", Frankfurt am Main 1979)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110855067040815967?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110855067040815967/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110855067040815967&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110855067040815967'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110855067040815967'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/fragebogen.html' title='Fragebogen'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110845543888259332</id><published>2005-02-15T09:15:00.000-08:00</published><updated>2005-02-15T00:17:18.883-08:00</updated><title type='text'>Einschränkungen der Sprachenfreiheit</title><content type='html'>&lt;em&gt;Territorialitätsprinzip&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schutz oder die Sicherstellung des individuellen, menschrechtlichen geschützten Sprachgebrauchs reibt sich oft am Interesse der Einwohner eines Gebietes, dass ihre Sprache territorial sichergestellt sei; Sprachen bedürfen in der Regel eines Raums, in dem ihr Gebrauch, ihre Weiterbildung und damit ihre Fortexistenz gewährleistet ist. Damit ist das sog. Territorialitätsprinzip angesprochen. Es dient einerseits der territorialen Sicherung der Landessprache, anderseits kann es sich auch als Beschränkung der Entfaltung des Sprachenreichtums auswirken.&lt;br /&gt;Das Territorialitätsprinzip, das von der Rechtsprechung und einem Teil der Lehre aus Art 116 aBV abgeleitet wird, erlaubt den Kantonen, Massnahmen zur Erhaltung von Homogenität und Ausdehnung der bestehenden Sprachgebiete zu treffen, insbesondere durch Festlegung von Amts- und Unterrichtssprachen. Art 70 Abs. 2 Satz 2 nBV versucht, das Territorialitätsprinzip auf neues Weise zu formulieren.&lt;br /&gt;Die Respektierung tradierter Sprachgrenzen soll der Erhaltung des &lt;em&gt;Sprachfriedens&lt;/em&gt; dienen und zugleich minoritäre Sprachen vor existenzgefährdender Durchmischung schützen. Das Territorialitätsprinzip verbietet es den Kantonen insbesondere, "Gruppen, die eine Landessprache sprechen, aber im Kanton eine Minderheit darstellen, zu unterdrücken und in ihrem Fortbestand zu gefährden". (...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Grenzen des Territorialitätsprinzip&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach heutigem Verständnis ist das Grundrecht der Sprachenfreiheit ein Kristallisationspunkt der komplexen Probleme, die sich aus der Vielsprachigkeit unseres Landes ergeben. Mit der Gegenüberstellung von Sprachenfreiheit und Territorialitätsprinzip als beinahe gleichwertige Verfassungsgrundsätze wird man dem menschenrechtlichen Charakter der Sprachenfreiheit aber nicht gerecht.&lt;br /&gt;Das Territorialitätsprinzip hat in der Praxis nicht die Eindeutigkeit, die ihm zuweilen zugemessen wird. Die Deutung des Prinzips als Schutz der jeweiligen Mehrheitssprache auf einem Gebiet ist darum wenig aussagekräftig, weil je nach Blickwinkel (z.B. auf Gemeinde-, Kantons- oder Bundesebene) eine andere Sprache diejenige der Majorität sein kann. In der Literatur wird vorgeschlagen, von der heute üblichen Gegenüberstellung von Sprachenfreiheit und Territorialitätsprinzip abzurücken. Beschränkungen der Sprachenfreiheit als Individualrecht, z.B. im Interesse des Schutzes eines Sprachgebietes, müssen wie bei anderen Grundrechten die Kriterien des öffentlichen Interesses, der gesetzlichen Grundlage und der Verhältnismässigkeit erfüllen. Der Verweis auf das Territorialitätsprinzp kann diese Abwägung nicht ersetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus: "Grundrechte in der Schweiz" von Jörg Paul Müller, Bern 1999)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110845543888259332?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110845543888259332/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110845543888259332&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110845543888259332'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110845543888259332'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/einschrnkungen-der-sprachenfreiheit.html' title='Einschränkungen der Sprachenfreiheit'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110836934742303591</id><published>2005-02-14T09:30:00.000-08:00</published><updated>2005-02-14T00:22:27.423-08:00</updated><title type='text'>le roi du Swaziland Mswati III achète dix nouvelles BMW pour ses épouses</title><content type='html'>Le roi du Swaziland, Mswati III, 36 ans, dont le petit pays est ravagé par le sida et la pauvreté, vient d'acheter dix nouvelles BMW pour ses épouses, a annoncé un journal hier. Il a déjà acquis il y a deux mois une limousine d'un demi-million de dollars.&lt;br /&gt;Le dernier monarque absolu d'Afrique a dépensé cinq millions d'emalangenis (635 000 euros) pour acquérir 10 BMW série cinq destinées a ses épouses, indique le "Times" de Mbabane.&lt;br /&gt;En décembre, il avait acheté une Daimler Chrysler Maybach de 390 000 euros, équipée notamment d'un poste de télévision et lecteur DVD, de 21 haut-parleurs, d'un réfrigérateur, d'un téléphone et d'un service de flûtes à champagne en argent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;DIX NOUVAUX PALAIS&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Pour son anniversaire, en avril 2004, il avait acheté dies BMW série sept pour lui-même et quelques-unes de ses épouses. Cette année, la fête prévue pour son anniversaire, le 25 avril, va coûter six millions d'emalangenis (760 000 euros).&lt;br /&gt;Le roi a aussi commandé la construction de dix nouveaux palais pour ses femmes, pour un coût de 100 millions d'emalangenis. Selon des estimations de l' ONU, près de 40 % de la population est affectée par le VIH dans ce petit royaume de 1,2 million d'habitans, enclavé entre l'Afrique de Sud et le Mozambique.&lt;br /&gt;Plus de 65 % des habitants vivent avec moins d'un dollar par jour et quelque 200 000 dépendent de l'aide international pour survivre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus "la Liberté" vom 14. Februar 2005)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110836934742303591?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110836934742303591/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110836934742303591&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110836934742303591'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110836934742303591'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/le-roi-du-swaziland-mswati-iii-achte.html' title='le roi du Swaziland Mswati III achète dix nouvelles BMW pour ses épouses'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110752949184328982</id><published>2005-02-05T10:56:00.000-08:00</published><updated>2005-02-04T07:04:51.843-08:00</updated><title type='text'>Mutmassungen über den Mut</title><content type='html'>Wer es wagt, ein derart in Ehren stehendes Wort wie  den Mut gegen den Strich zu bürsten, der  kriegt Ärger. Susan Sontag hat das erlebt, die berühmte amerikanische Essayistin: Sie brachte die Zivilcourage auf, gegen jene Politiker und Jorunalisten zu polemisieren, die die Zerstörung des World Trade Center am 11. September 2001 in New York als "feigen Angriff" auf die freie Welt bezeichnet hatten. Wer bereit sei zu sterben, um andere zu töten, schrieb sie, verdiene es, mutig genannt zu werden; feige seien eher jene amerikanischen Piloten, die aus unerreichbarer Höhe töteten, mit minimalem Risiko. Da war die Hölle los in Amerika.&lt;br /&gt;Sprachlich wie psychologisch gesehen, ist der Mut eben ein unheimlicher Geselle: in vielen Bedeutungen schillernd, einst ganz ohne Bezug zur Tapferkeit und noch heute keineswegs auf diese eingeschränkt; wo aber doch, dann mit der Angst erstaunlich eng verwandt.&lt;br /&gt;Ursprünglich hiess "Mut" Laune, Stimmung, Gemütsverfassung: "Iss, trink und habe guten Mut!"(Lukas 12, 19) - freue dich, das ist in der Tat gemeint, &lt;em&gt;et te réjouis&lt;/em&gt; in der französischen Bibelversion, in der englischen &lt;em&gt;and be merry&lt;/em&gt;; und guten Mutes können wir noch heute sein. Umgekehrt: "Ein betrübter Mut vertrocknet das Gebein" (Salomo 17, 22), "verdrossnen Mutes" liest man bei Goethe.&lt;br /&gt;Sodann bedeutet Mut von alters her den Zorn, die Erbitterung: "Ich will meinen Mut an ihnen kühlen!"(2.Mose 15, 9). Und noch viel mehr: Wem wir "nur Mut!" zurufen, dem wünschen wir nicht Waghalsigkeit, sondern Zuversicht. Der &lt;em&gt;Mutwille&lt;/em&gt; ist nicht der Vorsatz, tapfer zu sein, sondern die kalkulierte Boshaftigkeit; der &lt;em&gt;Hochmut&lt;/em&gt; nicht ein hohes Mass an Bravour, sondern die Überheblichkeit; der&lt;em&gt; Übermut&lt;/em&gt; keine Tollkühnheit, sondern der fröhliche Leichtsinn; der &lt;em&gt;Unmut&lt;/em&gt; nicht das Gegenteil von Mut, ein Synonym für Angst also, sondern der Ärger, der Verdruss. ("Doch an dem Herzen nagte mir / der Unmut und die Streitbegier", reimte Schiller in seiner schaurigen Ballade vom Kampf mit dem Drachen.) &lt;em&gt;Gleichmut&lt;/em&gt; schliesslich heisst ein leidenschaftsloser Gemütszustand, also fast gar nichts mehr.&lt;br /&gt;Aus dieser wabernden Fülle der Bedeutung hat sich erst im 19. Jahrhundert der Mut im Sinne von Furchtlosigkeit, Schneid nach vorn geschoben. Wenn wir uns indessen auf diesen heute überwiegenden Wortsinn beschränken, dann stolpern wir aus dem Irrgarten der Sprache ohne Umweg in den der Psychologie. Und da zeigt sich, dass "Mut" nicht so sehr ein Sammelwort für noble Motive und Charaktereigenschaften ist (ja, die laufen manchmal mit) - sondern eher der Deckel auf einem Topf, in dem vor allem die Angst rumort.&lt;br /&gt;Angst ist ja an sich nichts Negatives. Vor übermächtigen Gefahren davonzulaufen, kann lebensrettend sein, "nur Narren fürchten nichts", sagt Heine, und Mut im heute klassischen Sinn wird ohnehin nicht als das Fehlen von Angst definiert, sondern als die Fähigkeit, eine durchaus vorhandene Angst zu überwinden. Wie schaffen wir das? Meist in der Form, dass wir die verpönte Art der Angst durch eine unauffällige, sozial halbwegs gebilligte Spielart vertreiben.&lt;br /&gt;Wenn Zehnjährigen eine heikle Turn- oder Kletterübung zugemutet wird, so fürchten sie für den Fall, dass sie sie verweigern, mit Recht, als Feigling, als Memme verspottet zu werden. Die Angst vor dem Hohngelächter der Mitschüler, die Hoffnung auf ihren Beifall ist ein Angrieb von ungeheuerer Macht. Turnlehrer, Pfadfinder, Rekrutenausbilder, Frontoffiziere nutzen sie. "Mut", sagt Schopenhauer, "ist eine blosse Unteroffizierstugend, in welcher uns sogar Tiere übertreffen, weshalb man sagt, 'Mutig wie ein Löwe' ." (was wiederum nicht stimmt, denn alle Raubtiere sind schlau genug, nur unterlegene Opfer anzugreifen.)&lt;br /&gt;Mit der Angst vor der Schande und ihrem Gegenpol, der Gier nach Orden und Ehrungen, schliesslich mit der Angst vor Strafe konnte man Soldaten dazu bringen, gegen all ihre kreatürlichen Instinkte dem feindlichen Bunker entgegenzustürmen. Die Einsicht ist uralt, nur ziemlich selten das Thema von Leitartikel und Festansprachen.&lt;br /&gt;"Ruhmessucht und Angst vor Schmach" spornten die Soldaten zur Tapferkeit an, schrieb Cäsar, und Friedrich der Grosse: "Der gemeine Soldat soll seine Offiziers mehr fürchten als alle Gefahren." Von einem Kriegsgericht wegen "Feigheit vor dem Feind" verurteilt zu werden, war die Angst, die in den Weltkriegen den Soldaten aller Armeen im Nacken sass: von den Freunden verachtet, von der Gesellschaft geächtez, mit Haft oder Erschiessung bedroht - das war der Wall aus Angst, den der Militärapparat hinter den Soldaten errichtete; so hoch, dass der mörderische Sturmangriff sich gleichsam in eine Flucht nach vorn verwandelte.&lt;br /&gt;"Mutig" nennen wir einen Menschen also dann, wenn er derjenigen Angst nachgibt, die seine Umwelt als Mut einzustufen liebt. Es gibt schwerlich eine menschliche Eigenschaft, die danach riefe, mit dem Wort "Mut" belegt zu werden; mit dem Begriff "Angst" werden die Antriebe des Mutigen meist besser beschreiben. "Man hat seine eigene Wäsche, man wäscht sie mitunter", sagt Bert Brecht.  "Man hat nicht seine eigenen Wörter, und man wäscht sie nie."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(von: Wolf Schneider; NZZ Folio, August 2004)&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110752949184328982?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110752949184328982/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110752949184328982&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110752949184328982'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110752949184328982'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/mutmassungen-ber-den-mut.html' title='Mutmassungen über den Mut'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110750926306583502</id><published>2005-02-04T01:17:00.000-08:00</published><updated>2005-02-04T01:28:40.483-08:00</updated><title type='text'>Kampf gegen Werbeverbote</title><content type='html'>Widerstand auch in den USA&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Versuche zur Einschränkung von Werbemöglichkeiten sind im Trend. Nach dem Tabak und dem Alkohol sind auch Nahrungsmittel ins Visier der Konsumentenschützer und Gesundheitspolitiker geraten, insbesondere jene Nährstoffe, die das Übergewicht fördern können. In der Schweiz formierte sich deshalb vor längerem die Allianz gegen Werbeverbote ( www. sw-ps.ch/d/allianzwerbeverbote/index.php ). In den USA haben sich dieser Tage drei grosse Nahrungsmittelfirmen - Gerneral Mills, Kellogg und Kraft Foods - sowie Verbände der Werbewirtschaft zusammengetan, um gegen die Einschränkungen von Kinderwerbung zu kämpfen. Laut dem "Wall Street Jorunal" geben die drei Unternehmen jährlich etwa 380 Millionen Dollar für Kinderwerbung aus. Ihrer Meinung nach gibt es keine Korrelation zwischen der Werbung und der Zunahme von übergewichtigen Kindern. Die Verfechter von Werbeeinschränkungen sind aber auch aktiv. Das Marin Institute, das sich in den USA für Alkoholprävention einsetzt, hält auf seiner Website vorgefertigte E-Mails bereit, die an einen Bierbrauer verschickt werden sollen, damit er an der Super Bowl keine Werbung an Kinder richtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus: NZZ vom 4. Februar 2005)&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110750926306583502?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110750926306583502/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110750926306583502&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110750926306583502'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110750926306583502'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/kampf-gegen-werbeverbote.html' title='Kampf gegen Werbeverbote'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110743059531032915</id><published>2005-02-03T13:00:00.000-08:00</published><updated>2005-02-03T03:36:35.310-08:00</updated><title type='text'>Männerängste</title><content type='html'>"Von einer Frau einen Korb zu kriegen, ist nicht schlimm. Es ist Folter. Warum kümmert sich Amnesty International nicht darum?" Seit mein Freund Oli kürzlich in einer Bar schnöde abgewiesen wurde, meidet er Bars weiträumig. Darum treffen wir uns in einem Café mit gemusterten Sesseln und alten Frauen.&lt;br /&gt;"Oli", sagte ich, "gib's auf. Mit Pfefferminztee kann man sich nicht betrinken." Er hat gerade den dritten bestellt. Er habe sich in jener Bar eine zünftige Erkältung zugezogen, weil er, im Durchzug sitzend, über einen originellen Anmachspruch nachgedacht habe. Originell? Ich kann nur hoffen, dass er wenigstens keines dieser T-shirts mit lustigen Sprüchen trug. "Wer erzählt euch Männern eigentlich, dass wir etwas Originelles hören wollen?" - "Also doch lieber mit einem Kompliment anfangen?" - "Nein! Bloss keine Schleimspuren ziehen! Un wenn wir schon dabei sind: Es darf auch nichts sein, was unter die Gürtellinie zielt." Oli legt die Stirn in Falten. "Nicht originell, nicht schleimig, nicht vulgär. Da bleibt ja nur noch Ausdruckstanz."&lt;br /&gt;   Eine Weile schweigen wir, und ich stelle mir vor, wie barfüssige Männer in Batikhosen um die Frauen herumtanzen. "Ach, komm, es ist doch immer dasselbe", sagt Oli. "Man legt sich schöne Sätze zurecht, und dann betritt ein gelfrisierter Schrittanfasser-Macho die Bar, grölt die Frau mit "ich besorg's dir, bis du nicht mehr gehen kannst" an und schleppt sie ab."&lt;br /&gt;   Das scheint eine klassische Männerangst zu sein. Immer wieder zitieren meine Freunde dieses Beispiel, obschon keiner von ihnen es je selber erlebt hat. Das ist eines jener modernen Schauermärchen wie die Geschichte von dem Mann, dessen Innereien durch häufige Solariumbesuche gegart wurden. "Wenn eine Frau mit so einem Mann mitgeht", sagte ich, "dann nicht wegen des Spruchs, sondern weil er kriminell gut aussieht, was in den Erzählungen unterschlagen wird. Und so einer kann sagen, was er will, ja, er könnte einen röhrenden Brunftruf abgeben, und alle Frauen stünden gleichzeitig auf, weil sich ihr Denken augenblicklich in untere Regionen verlegen würden."&lt;br /&gt;   Doch nur eine meiner Freundinnen ist unlängst von solch einem Exemplar angesprochen worden: Ein Bild von einem Mann betritt die Bar, sieht sich um, steuert sie mit seinem Strahlelächeln an und sagt ihr etwas ins Ohr: Sich im Geiste schon mit ihm im Bett wälzend, springt sie auf, als sich das Missverständnis klärt: Er hatte sie für die Bardame gehalten und bei ihr einen Drink bestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(von: Güzin Kar, in der Weltwoche vom 20. Januar 2005)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110743059531032915?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110743059531032915/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110743059531032915&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110743059531032915'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110743059531032915'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/mnnerngste.html' title='Männerängste'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110733214284264734</id><published>2005-02-02T09:00:00.000-08:00</published><updated>2005-02-02T03:27:22.896-08:00</updated><title type='text'>Die zwei Etappen der Aufklärung</title><content type='html'>2. Teil&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;em&gt;Aufklärung B&lt;/em&gt;  zu geben ist begreiflicherweise bedeutend schwieriger. Da wir mit der Konkurrenz der Strasse zu rechnen haben, dürfen wir leider mit ihr nicht so lange warten, als wir eigentlich wollten. Länger als bis zum Alter von zwölf Jahren sollte man sie nicht hinausschieben. Andererseits kann es sein, dass wir schon mit neun oder zehn Jahren dem Kinde sie zu geben gezwungen sind; denn es gilt unter allen Umständen, der Strasse zuvorzukommen! - Das Ideal besteht auch hier in der &lt;em&gt;mündlichen&lt;/em&gt; Aufklärung, und zwar des Sohnes durch den Vater, der Tochter durch die Mutter. Bestehen aber Hemmungen, das zu tun, so soll ohne Verzug die Aufklärung durch das gedruckte Wort geschehen. Für &lt;em&gt;Knaben&lt;/em&gt; kommt in Betracht: "Das Wunder der Menschengeburt", Verlag W. Loeptingen in Meiringen; für Mädchen : "Wie Hannchen Mutter ward", Verlag Orell Füsli, Zürich; beide Schriften von mir verfasst; Fr. 1.20. Wichtig ist, dass Knaben rechtzeitig auf das Erscheinen der Pollutionen und die Mädchen auf das Eintreten der Menstruation aufmerksam gemacht werden. - Die erwähnten Schriften können Eltern, welche die Aufklärung B mündlich geben möchten, als Wegleitung dienen.&lt;br /&gt;Die Schamhaftigkeit ist vom Schöpfer dem Menschen im Kampf um die Reinheit als mächtiger Schutz verliehen. Die moderne Tendenz, sich von ihr möglichst frei zu machen, da sie sexuell entspannend wirke, ist völlig falsch und erweist sich als ein grosser Unsegen. Gewiss, sie darf nicht in Prüderie ausarten, so dass zum Beispiel ein Mädchen im fremden Hause nicht einmal nach der Türe des "AB" zu fragen wagt! Aber noch viel weniger dürfen wir in die Schutzwehr der Schamhaftigkeit mutwillig Breschen schlagen. Übrigens ist dem Menschen die Anlage zur Schamhaftigkeit angeboren. Das geht aus der Tatsache hervor, dass die Erziehung zur Schamhaftigkeit bei den Kindern mit überraschender Mühelosigkeit sich durchführen lässt!&lt;br /&gt;Bei &lt;em&gt;kleinen Kindern&lt;/em&gt; hüte man sich auf dem Gebiete dieser Erziehung vor jeglichem Übereifer, damit ja nicht ihre Aufmerksamkeit ungewollt auf die sexuelle Sphäre gelenkt werde. Auch bei &lt;em&gt;grösseren Kindern&lt;/em&gt; sollen unsere im Interesse der sexuellen Erziehung erlassenen Anordnungen möglichst den Charakter der Unauffälligkeit haben, ohne dass jeden Augenblick die Worte "unanstädig", "unschicklich", "g'schämig" zu hören sind. So zum Beispiel, wenn die Mutter anordnet, dass die grösseren Buben und Mädchen nicht zu gleicher Zeit in Küche oder Badezimmer sich waschen; oder wenn sie eines Tages den Geschwistern, die bisher im gleichen Zimmer schliefen, nach Geschlechtern geordnete Schlafräume anweist (spätestens mit neun oder zehn Jahren). - Die heranwachsenden Mädchen sollen dran gewöhnt werden, beim Sitzen ungeziemende Haltung zu vermeiden un in ihrer Kleidertracht auf die Gebote guter Sitte Rücksicht zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus: "Mutterfreuden, Mutterpflichten" von Dr. Med. Hans Hoppeler; Zürich, in der Nachkriegszeit)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110733214284264734?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110733214284264734/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110733214284264734&amp;isPopup=true' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110733214284264734'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110733214284264734'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/die-zwei-etappen-der-aufklrung.html' title='Die zwei Etappen der Aufklärung'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110725982183578161</id><published>2005-02-01T13:04:00.000-08:00</published><updated>2005-02-01T04:10:21.836-08:00</updated><title type='text'>Bedrohte Teddybären</title><content type='html'>Mit der Zungenspitze zwischen den Zähnen wird der Kran sorgfältig gesteuert. Schwierig ist die Auswahl zwischen Bären und Löwen. Im letzten Moment entgleitet das behehrte Stofftier dem Greifarm normalerweise, dann verlangt der Automat neues Geld, und das Spiel, das von englischen Küstenstädten nicht wegzudenken ist, beginnt von neuem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch jetzt droht dem natürlichen Habitat des englischen Teddybären Gefahr. Ausgerechnet im Spielgesetz, das sich dieser Tage durchs Unterhaus windet, will die Labourregierung grosse Bären verbieten. Riesige Spielkasinos nach dem Muster von Las Vegas? Kein Problem. Ausgewachsene Teddys für Kinder? Ausgeschlossen. Das Kulturministerium dementierte selbstredend, dass das Gesetz Vorschriften über Bärengrösse enthalte, aber wie anders soll man die Regelung verstehen, dass die in kleinen Spielsalons zu gewinnenden Prämien nicht mehr wie bisher acht, sondern neu höchstens fünf Pfund wert sein dürfen? Grosse Bären sind bekanntlich immer hungrig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die unbegrenzte Lust der "neuen" Labourpartei, die Alltagsvergnügen ihrer grossen und kleinen Bürger zu reglementieren, macht offenbar auch vor ausgestopften Bären nicht Halt und verrät ihre methodischen Ursprünge. Nicht genug damit, dass die Gesellschaft, wie ein Metallbaukasten verstanden wird, an dem man herumwerkeln muss - die Partei glaubt sogar treuherzig, dass die Drehung eines Schräubchens tatsächlich den erwünschten Effekt habe. Und diesmal hatte die strenge Heilsarmee den Schutz der Jugend vor krankhafter Spielsucht gefordert. Daher die kleineren Bären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus: NZZ vom 1. Feb. 2005)&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110725982183578161?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110725982183578161/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110725982183578161&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110725982183578161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110725982183578161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/02/bedrohte-teddybren.html' title='Bedrohte Teddybären'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110718905200589945</id><published>2005-01-31T07:51:00.000-08:00</published><updated>2005-02-02T03:29:22.896-08:00</updated><title type='text'>Die zwei Etappen der Aufklärung</title><content type='html'>1. Teil&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die sexuelle Aufklärung des Kindes zerfällt in zwei Teile, die wir A und B nennen wollen. Die Aufklärung A ist für das &lt;em&gt;jüngere &lt;/em&gt;Kind bestimmt und sagt ihm, dass das Kindlein aus dem Schosse der Mutter geboren werde. Die Aufklärung B ist für das ältere Kind bestimmt und gibt ihm Aufschluss über die Befruchtungsvorgänge.&lt;br /&gt;Die &lt;em&gt;Aufklärung A&lt;/em&gt; ist für Kinder von vier bis sieben Jahren bestimmt. Man gebe sie ganz einfach, ohne grosse Umschweife. Auch ein besonders poetisches Vorgehen ist dabei durchaus nicht obligatorisch. Absichtlich reden wir ganz schlicht und vermeiden den Eindruck, als ob wir da dem Kinde eine ganz absonderliche Mitteilung zu machen hätten. Denn wir wollen ja gerade verhüten, dass im Kinde ein besonderes Interesse für die Sache erwache! Das Kind frägt zum Beispiel:" Mutti, wer hat mich denn zu dir gebracht, als ich noch klein war?" die Mutter antwortet:" Niemand! Weisst du, kleine Kinder wachsen im Leibe vom Mutti, und kommen dann, wenn sie etwa so gross sind (sie zeigt mit den Händen eine Halbmeterdistanz), zur Welt. Schau da, unter meinem Herzen, bist du gewachsen, warst zuerst winzig klein, und bist dann immer grösser geworden und zuletzt, als du keinen Platz mehr hattest, kamst du ans Tageslicht." - Die Mutter soll dann ja nicht etwa vor Schreck vom Sessel fallen, wenn das Kind - wie es hie und da einmal geschieht - die sehr prosaische Bemerkung macht: "Aber dann gibt es ja ein Loch!" Sondern in aller Seelenruhe antwortet sie: "Natürlich; drum eben tut es der Mutter weh, wenn ein Kindlein geboren wird; aber nachher wächst alles wieder hübsch zu, dass es ist wie vorher."&lt;br /&gt;Die Aufklärung A zu geben ist sehr einfach; jede Mutter, die es wirklich will, ist dazu fähig. Spätestens vor Ablauf des ersten Schuljahres soll sie erfolgt sein. Stellt das Kind nie eine entsprechende Frage, so führt man eben selber eine Gelegenheit herbei: Zum Beispiel:" Schau mal das herzige Kindchen hier im Stubenwagen! Weisst du eigentlich, woher es hierher gekommen ist?"&lt;br /&gt;Sollte wider Erwarten eine Mutter aus irgendeiner Hemmung heraus ihr acht- oder gar neunjähriges Kind noch nicht aufgeklärt haben, so hole sie unverzüglich das Versäumte nach, indem sie ihm ein entsprechendes Schriftlein zu lesen gibt, zum Beispiel mein Büchlein"Woher die Kindlein kommen", Verlag Orell Füssli, Zürich; Fr. 1.2o.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Aus:"Mutterfreuden, Mutterpflichten" von Dr. med. Hans Hoppeler, Zürich in der Nachkriegszeit)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110718905200589945?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110718905200589945/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110718905200589945&amp;isPopup=true' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110718905200589945'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110718905200589945'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/01/die-zwei-etappen-der-aufklrung.html' title='Die zwei Etappen der Aufklärung'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-10521906.post-110716105280445575</id><published>2005-01-31T04:29:00.000-08:00</published><updated>2005-01-31T00:46:17.906-08:00</updated><title type='text'>Kleine, Pikante Gerichte</title><content type='html'>Die Zeiten sind vorbei, in denen ein Essen aus mehreren Gängen bestand. Die schlanke Linie, Mode und Diät haben die Menüs ausser Kurs gesetzt - vom Geldbeutel ganz zu schweigen.&lt;br /&gt;Wenn &lt;em&gt;er&lt;/em&gt;, der Herrlichste von allen, aber von einer Reise zurückkommt, dann erzählt er so gerne von: Hors d'oeuvre, Antipasti - "netten" kleinen Vorgerichten. Alle Männer schnabulieren gerne pikante Kleinigkeiten. Und wenn er gar zwei Geschäftsfreunde oder alte Kollegen zum Essen mitbringt - dann ist es diplomatisch, eine kleine "nette" Vorspeise aus dem Ärmel zu schütteln. Es macht immer Eindruck - die gute Laune hängt vom guten Essen ab. Lieber wenig und gut, als viel und schlecht! Alle paar Wochen kommt dann die kleine Anfrage aus dem Unterhaus: "Könntest du nicht mal so was Nettes, Pikantes...?" Na, wir kennen doch unsere Pappenheimer! Also:&lt;br /&gt;1. ganz kleine Portionen, etwa eine Seemuschel voll - nicht mehr.&lt;br /&gt;2. pikant,pikant, pikant!&lt;br /&gt;3. was in der Speisekammer ist - daraus wird mit Liebe und mit Phantasie gezaubert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(aus: "Was Männern so gut schmeckt" von Lilo Aureden; München 1959)&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/10521906-110716105280445575?l=neulichgelesen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/feeds/110716105280445575/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=10521906&amp;postID=110716105280445575&amp;isPopup=true' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110716105280445575'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/10521906/posts/default/110716105280445575'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neulichgelesen.blogspot.com/2005/01/kleine-pikante-gerichte.html' title='Kleine, Pikante Gerichte'/><author><name>katharina</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04127002560930864538</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
